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Corona Tests kommen unserer Kita und anderen guten Zwecken zugute

Unsere Kita-Räume dienten monatelang als Testzentrum in Zusammenarbeit mit der Einhorn-Apotheke in Darmstadt. Ehrenamtliche Tester/innen erarbeiteten 9000€ als Erlös für gute Zwecke. Aufgerundet auf 15000 Euro (aus anderen Tests an anderen Orten) hat Apotheker Thomas Wickop jetzt an karitative Zwecke gespendet und den Vertreterinnen und Vertretern der Einrichtungen wie Elisabethen-Hospiz und unserer Kita übergeben.

Apotheker übergibt Spende aus Corona-Tests für karitative Zwecke in Darmstadt

 

Mehr als 40000 Corona-Tests hat die Einhorn-Apotheke in Darmstadt in Kooperation mit evangelischen Kirchengemeinden, Firmen, Schulen und Kitas vorgenommen. Einen Teil des Erlöses daraus in Höhe von 15000 Euro hat der Initiator Thomas Wickop, Inhaber der Darmstädter Einhorn-Apotheke, jetzt an verschiedene karitative Zwecke gespendet und den Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Einrichtungen übergeben.

 

Die meisten Testungen wurden mit 24000 durch die Einhorn-Apotheke in der Evangelischen Stadtkirche vorgenommen, wo Thomas Wickop mit medizinischen Fachkräften selbst tätig war. Zuerst in einem Pavillon, dann durch Vermittlung der Schreinerei Uhland in einem von der Firma Wiest gestellten Transporter hatte Wickop vor seiner Apotheke auf dem Ludwigsplatz begonnen. Als er in der Zeitung las, dass in London in der Westminster Abbey getestet werde, ging er auf die nahe gelegene Stadtkirche und Pfarrerin Anita Gimbel-Blänkle zu, die er durch seinen Zivildienst kennengelernt kannte. Diese erklärte sich mit dem Kirchenvorstand sofort bereit, ihr Gotteshaus für Tests auf Covid-19 zur Verfügung zu stellen. „Dass wir unsere Kirche dafür öffnen, war für uns eine Selbstverständlichkeit“, sagte Pfarrerin Anita Gimbel-Blänkle bei der Spendenübergabe, „wir unterstützen gern, was dem Leben dient.“ Die Kooperation mit der Einhorn-Apotheke habe sie sehr geschätzt. „Wir waren sehr gern Gastgeberin, es war für uns als Gemeinde eine große Bereicherung, viele neue Kontakte sind entstanden.“

 

Auch in der Thomasgemeinde standen Thomas Wickop sofort alle Türen offen. Hier war Nadia Sharaf, Pflegedienstleitung des Altenzentrums an der Rosenhöhe, bereit, die Testungen zu organisieren, und baute gemeinsam mit Pfarrer Uwe Wiegand ein Team aus medizinischen Fachkräften – Ärzten und Pflegerinnen - auf, das die Testungen eigenständig ausschließlich ehrenamtlich mit dem zur Verfügung gestellten Material durch die Einhorn-Apotheke jeden Sonntag vom 21. März bis zu den Sommerferien vornahm. „Ich habe schon viel ehrenamtlich gearbeitet, aber eine solche Kooperation wie mit der Thomasgemeinde habe ich noch nicht erlebt“, lobt Nadia Sharaf, „Pfarrer Wiegand war immer erreichbar.“ „Das Testen hat in der Grundhaltung unserer Gemeinde, offen für die Menschen im Stadtteil zu sein, seinen Platz gehabt“, sagt Pfarrer Uwe Wiegand, „die Kita ist für viele ein natürlicher Anlaufpunkt im Stadtteil.“ In der Thomasgemeinde, wo insgesamt 1500 Tests ehrenamtlich durchgeführt wurden und der größte Anteil des Spendengeldes in Höhe von 9000 Euro erlöst wurde, entstand die Idee, diesen zu spenden. Aus den Einnahmen der anderen Teststationen stockte Thomas Wickop die Spendensumme auf 15000 Euro auf. Aus dieser Gesamt-Spendensumme erhielt die Thomasgemeinde als Dank 3000 Euro für ihre Kita. Von dem Geld soll nun ein Klettergerüst angeschafft werden, wie Pfarrer Uwe Wiegand mitteilt.

 

Nach Stadtkirchen- und Thomasgemeinde schloss sich auch die Johannesgemeinde an, wo die Einhorn-Apotheke mit eigenem Personal jeweils mittwochnachmittags im Gemeindehaus in der Kahlertstraße testete. Neben den Kirchengemeinden baute die Einhorn-Apotheke auch Testzentren in Kooperation mit dem Autohaus Wiest und dem Modehaus Henschel auf. Auch nahm sie Kontakt zu den Darmstädter Moscheen Al-Rahma und As-Salam auf, wo sie bald ebenfalls testete. „Der Kontakt und die Kooperation zu religiösen Einrichtungen war perfekt“, lobt Thomas Wickop. Weiterhin kamen staatliche, kulturelle und private Institutionen auf die Apotheke zu, so dass Wickop mit medizinischem Personal auch in Kitas, Schulen, Theater, Gericht und in verschiedenen Unternehmen testete.

 

Für weitere Spendenziele besprach sich Thomas Wickop mit den Kirchengemeinden, denn er wollte diesen für ihr Engagement auch etwas zurückgeben. So empfahl die Stadtkirchengemeinde, dem Frauenhaus, der Obdachlosenhilfe und der Orgelsanierung Spenden zukommen zu lassen. Die Thomasgemeinde schlug weiterhin die „Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung“ vor. Wickop war es darüber hinaus ein Anliegen, an das Elisabethen-Hospiz zu spenden. So nahmen Dr. Wolfgang und Anne Kauder, die Gründer der ursprünglichen Malteser-Migranten-Medizin, und Elisabeth Schummer-Schmalz, Leiterin des Elisabethen-Hospizes, gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden die Spenden dankbar entgegen.

 

Für Thomas Wickop sollten die Spendenziele einen lokalen Bezug haben und mit dem Gesundheitswesen zu tun haben, wie er sagt. Bei dem ganzen Projekt hat dem Apotheker „die Kooperation mit Handwerk, religiösen und staatlichen Institutionen sowie der lokalen Darmstädter Privatwirtschaft einen riesigen Spaß gemacht und gezeigt was möglich sein kann“, sagt Thomas Wickop. Das Ergebnis mit rund 40000 durchgeführten Tests und einem Spendenerlös von 15000 Euro könne sich sehen lassen: „Ohne unsere verschiedensten Partner hätten wir das nicht geschafft.“

Rebecca Keller


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