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Bericht vom Projekt „Stolpersteine – Licht ins Dunkel bringen“

In dem Projekt, das kurz nach dem Jahrestag der gewalttätigen Aktionen gegen Juden und Jüdinnen im nationalsozialistischen Deutschland im Jahr 1938 stattfand, haben sich Jugendliche und junge Erwachsene im Gemeindehaus der Martin-Luther-Gemeinde mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt.

„Gestolpert“ ist im Projekt „Stolpersteine – Licht ins Dunkel bringen“ zum Glück niemand. Stolpersteine, das sind ganz besondere Steine. Über die stolpert man nicht wirklich – es soll ja keiner hinfallen. Aber mit den Gedanken stolpert man schon. Das heißt: man bleibt stehen, beugt sich herunter, schaut sich den Stein an. Dann liest man, was darauf steht und denkt über den Menschen nach, dem dieser Stein gewidmet ist.

Das Projekt fand am 12.11. und am 13.11.2021 im Gemeindehaus der Martin-Luther-Gemeinde statt. Das war kurz nach dem 09. November, an dem 1938 die gezielten gewalttätigen Aktionen gegen Juden und Jüdinnen im nationalsozialistischen Deutschland begannen.

Im Projekt haben sich 14 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 9 bis 24 Jahren mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Und zwar auf ganz verschiedenen Ebenen: In Gesprächen, anhand von erzählten Biografien, im Tätig-werden und im Kreativ-Werden. Der Kurzfilm „Chika – die Hündin im Ghetto“ gab viele Impulse zu Gesprächen, die bis zum gemeinsamen Lagerfeuer am Abend des letzten Projekttags anhielten. Immer im Fokus stand die Gemeinschaft in der Gruppe.

An beiden Projekttagen hat es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besonders viel Spaß gemacht, die Stolpersteine zu putzen, zu polieren und sie wieder zum Glänzen zu bringen – und gleichzeitig die biografischen Geschichten hinter den Namen auf den Stolpersteinen zu hören. Organisiert wurde das Projekt von Sophie Aschenbrenner, studentische Praktikantin im Jugendhaus *huette, Tine Staib, Sozialpädagogin im Jugendhaus *huette sowie Birgit Heckelmann, Gemeindepädagogin und Leiterin der Kinder- und Jugendgruppe „Kirchen-Piraten“.

Im Oktober 2022 wird es dieses wichtige Projekt wieder stattfinden.

Sophie Aschenbrenner


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