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Ausstellung „Szenenwechsel: Scanphotagen“

Vom 29. Oktober bis zum 17. Dezember sind im Offenen Haus Bilder von Heinz Zeyer zu sehen. Für seine Bilder greift Zeyer auf Elemente aus der Natur zurück, die er im Rahmen eines kontemplativen Schaffensprozesses am Computer verfremdet.

Die Ausstellung „Szenenwechsel: Scanphotagen“ des Künstlers Heinz Zeyer wird am Freitag, 29. Oktober, um 18.30 Uhr im Offenen Haus, Rheinstraße 31, in Darmstadt eröffnet. Dr. Markus Zink, Referent für Kunst und Kirche der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, führt in die Werke ein. Roland Ulatowski gestaltet die Vernissage am Klavier mit. Im Offenen Haus gilt die 3G-Regel, ein entsprechender Nachweis ist mitzubringen.

Die Ausstellung wird bis zum 17. Dezember jeweils montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr zu sehen sein.

Die Bilder von Heinz Zeyer greifen überwiegend Elemente aus der Natur auf, die in der Bearbeitung am Computer verfremdet werden und sich als dominantes Objekt in einem neuen Kontext wiederfinden. So entstand die Porträtserie „Letzte Gesichter“ aus den Hälften zerbrochener Eicheln, die durch Witterungseinflüsse gesichtsähnliche Strukturen herausbildeten.

Der Schaffensprozess ist ein rein kontemplativer, indem man sich dem Objekt fast meditativ zuwendet und es so Gestalt werden lässt vor seinem inneren Auge. Man kennt dieses Phänomen auch unter dem Namen Pareidolie. Dies meint die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, aus wenigen Strukturelementen virtuell eine komplexe Gestalt zu figurieren. So wird in der o. g. Serie „Letzte Gesichter“ z.B. aus den vorgegebenen Strukturen einer Eichelhälfte ein Porträt herausgearbeitet.

Die praktische Umsetzung dieses Prozesses besteht im Scannen des Objektes und der Einbettung in eine gestalterisch angepasste Bildumgebung. Das Produkt dieser Art von Bildgestaltung nennt Zeyer – entsprechend der angewandten Arbeitsabläufe „scannen, photografieren, collagieren“ – SCANPHOTAGE. Neben diesen SCANPHOTAGEN, deren Ausgangspunkt gefundene Elemente aus der Natur sind, greift er zurück auf eigene frühere Ölbilder, aus denen er einzelne Elemente fotografisch isoliert und sie zu neuen Bildern komponiert.

Der Titel „Szenenwechsel“ steht für die thematische Gliederung der Ausstellung in vier Abschnitte mit Szenen zu „Macht/Ohnmacht“, „Klima/Umwelt“, „Leben/Tod“ und „Freiheit/Spiel“.


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