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25 Jahre Glocken in der Thomasgemeinde

25 Jahre Glocken in der Thomasgemeinde

Im November 1993, also 32 Jahre nach Gründung der Gemeinde, erklangen in der Thomasgemeinde zum ersten Mal Kirchenglocken. Dieser späte Zeitpunkt ergab sich durch die Entstehungsgeschichte der Gemeinde.

Um den evangelischen Christen in diesem Stadtteil ein Zentrum zu geben, wurde 1959 ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Doch die Planungen konnten aus finanziellen Gründen nicht vollständig umgesetzt werden; es entstanden als erster Bauabschnitt ein Gemeindesaal mit Nebenräumen für die Jugendarbeit und eine Küsterwohnung. Eine Kirche mit integriertem Glockenturm sollte in einem späteren Bauabschnitt folgen, doch dazu kam es nie.

In den folgenden Jahrzehnten stand das Thema „Glocken“ zwar immer wieder auf der Tagesordnung des Kirchenvorstands, doch aus Geldgründen, aber auch, weil Glocken für überflüssig oder nicht mehr zeitgemäß gehalten wurden, verliefen die Beratungen im Sande.

Mit dem 1991 gewählten Kirchenvorstand kam das Thema „Glocken“ erneut ins Gespräch. Und diesmal wurde es konkret: Nach einer ersten Diskussion in der Kirchenvorstandssitzung vom 27.3.1992 wurde beschlossen, das Thema auf einer Gemeindeversammlung am 14.6.1992 der Gemeinde zu präsentieren. Auf dieser Gemeindeversammlung fand sich eine überwältigende Mehrheit für Glocken. Unter Abwägung aller in der Versammlung vorgebrachten Voten beschloss der Kirchenvorstand am 3.8.1992, die Errichtung eines Glockenträgers mit einem zweiglockigen Geläut in Angriff zunehmen.

Zur Finanzierung sollten ausschließlich Spendengelder, die speziell für diesen Zweck gegeben wurden, eingesetzt werden. Deshalb startete im September 1992 eine Spendenaktion, die so erfolgreich war, dass nach kürzester Zeit nicht nur die Planungen begonnen, sondern auch die entsprechenden Bauaufträge erteilt werden konnten.

Beflügelt vom Spendeneingang ging es im Jahre 1993 Schlag auf Schlag: Von  der Baugenehmigung im Juni, der Montage des Glockenträgers im August bis zur Einweihung der Glocken am 1. Advent vergingen gerade mal fünf Monate.

Seitdem begleiten die Glocken das Gemeindelebe nder Thomasgemeinde: Sie laden zu Gottesdiensten ein, begleiten Segnungshandlungen und kündigen samstagabends den Sonntag an. In Form des „Gedenkläutens“ erklingt die große Glocke abends um 18.00 Uhr an Tagen, an denen die Trauerfeier für ein verstorbenes Gemeindeglied stattgefunden hat.

Die Glocken zeigen akustisch, dass hier christliche Gemeinde lebt und feiert. Und der Glockenturm zeigt optisch, dass sich hier eine Kirchengemeinde befindet; beim „Advent am Kirchturm“ bildet er den Mittelpunkt des ganzen Viertels.


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