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Gottes Schöpfung ist sehr gut

Gottesdienst zum Weltgebetstag am 2. März

Am Freitag, dem 2. März, ist Weltgebetstag. In diesem Jahr hat ein Frauenteam aus Surinam unter dem Titel "Gottes Schöpfung ist sehr gut" die Gottesdienstordnung vorbereitet. Wir laden Sie ein, den Weltgebetstag um 18.30 Uhr im Altenzentrum an der Rosenhöhe mit uns zu feiern.

Bunte Vielfalt und Liebe zur Schöpfung prägen den Weltgebetstag 2018. Ein Frauenteam aus Surinam hat die Gottesdienstordnung vorbereitet, nach der in über 120 Ländern am ersten Freitag im März durch verschiedene Zeitzonen 24 Stunden hindurch „informiert gebetet“, gesungen und gefeiert wird.

Surinam ist das kleinste Land Südamerikas und doch eines der buntesten. Es zeichnet sich durch eine äußerst reiche Flora und Fauna aus: Über 1000 verschiedene Baumarten wachsen im dortigen Regenwald, der über 90 % des Landes bedeckt.

Doch nicht nur die Natur ist in Surinam vielfältig, sondern auch die Menschen. „Moksi“ nennen sie sich selbst, d.h. soviel wie „Mischmasch“. Amerika, Europa, Afrika und Asien haben ihre kulturellen Spuren hinterlassen.

Seit über 5000 Jahren ist das Gebiet bewohnt. Zuerst siedelten dort indianische Völker, nach der europäischen Entdeckung der Küste durch Kolumbus gab es kleine niederländische Handelsposten. Ab 1650 ließen die Engländer Zuckerrohrplantagen anlegen. Doch nach dem zweiten Englisch-Niederländischen Krieg wurde das Gebiet der heutigen Staaten Surinam und Guyana der niederländischen Herrschaft unterstellt. Um 1700 arbeiteten bis zu 60.000 aus Westafrika verschleppte Sklaven auf den Plantagen für Zucker, Kakao, Tabak und Kaffee. Viele der Sklaven flohen ins Landesinnere und bildeten die eigenen Gemeinschaften der Maroons.

Die kolonialen Auseinandersetzungen wurden 1815 (Wiener Kongress) durch die endgültige Aufteilung in ein englisches Guyana und ein niederländisches Surinam beendet. 1863 nach der Abschaffung der Sklaverei wurden Vertragsarbeiter aus Indien, China und Java angeworben, doch die Plantagen lohnten sich nicht mehr. Ab 1916 wurde durch amerika-nische Firmen Bauxit abgebaut, 1941 wurde Surinam zum Schutz der Minen durch die USA besetzt. Seit 1975 ist Surinam von den Niederlanden unabhängig. Nach einer Zeit der Militärdiktatur wurde - auch durch internationalen Druck - die Präsidialdemokratie wieder hergestellt. Wirtschaftlich befindet sich das Land in einer langsamen Aufwärtsbewegung.

Mit seinen rund 540.000 EinwohnerInnen ist Surinam heute ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Moksi heißt auch „gemeinsam“. Trotz vielfältiger kultureller und religiöser Richtungen gibt es heute ein friedliches Miteinander. In Paramaribo, der als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Hauptstadt Surinams, steht die Synagoge neben einer Moschee; christ-liche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt.

Surinam ist ein spannendes Land, in dem es viel zu entdecken gibt. Die surinamischen Frauen laden uns ein, ihr Land mit seinen Schönheiten und Stärken, aber auch mit seinen Problemen und Herausforderungen kennenzulernen.  

Britta Tembe, Dorothee Schmitt und Team


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